---MURUROA  ATTÄCK---
    Bandinfo   





Geschichtliches:

Mururoa Attäck wurde im Oktober 1995 gegründet und ging hervor aus den Stemweder bzw. Mindener Punk/HC-Bands Dekadenz und den leider nicht legendären Amoklaufenden Gullideckeln. Schnell folgten die ersten Gigs, bereits im Februar 1996 nahm man das erste 10-Song-Demo-Tape auf, dessen 500 Exemplare sich recht zügig unters Volk bringen ließen.

Es folgte die Aloha-EP (Juni 1997), diverse Samplerbeiträge und die erste LP "Sei immer nett zu Schweinen", deren Veröffentlichung sich aufgrund der Auflösung des bisherigen Springer Labels Bad Taste Records leider bis 2001 hinzog. Nachdem sämtliche Engpässe überwunden waren und einige Besetzungswechsel vollzogen wurden, ging es konstruktiv weiter. Im Jahr 2002 wurde die zweite LP "Die Dosis macht das Gift" geboren - diesmal entgegen aller Vinyl-Liebhaberei sogar auch auf CD!

Im Jahr 2003 gab es dann eine echte Premiere: die erste Tour! Auch wenn es aus terminlichen Gründen stets unmöglich erschien eine ganze Tour in Angriff zu nehmen, wurde dieser Gedanke nun endlich in Form einer gemeinsamen Tour mit den befreundeten Bands
Analohg und Suffrakete Punkhorst durch 3 Länder (D, A, CZ). Pünktlich zur Tour erschien 2003 die Split LP von Mururoa Attäck und Suffrakete Punkhorst aus Hamburg - musikalisch schon unterschiedlich, aber irgendwo seelenverwandt. 2004 wurde Teil 2 der Tour in Angriff genommen, die alle drei Bands in den hohen Norden (D, DK, NL) führte. Auch das Jahr 2005 brachte eine internationale Kurz-Tour (D, A, HU) mit den Wien-Neustädtern Conny Chaos & die Retortenkinder, sowie das 10-jährige Bandjubiläum am 01. Oktober (mit der dazugehörigen Party) und die pünktliche Veröffentlichung des vierten Mururoa Attäck Longplayers "Benzin macht frei" als 10". 

Es folgten eine Vielzahl weiterer nationaler und internationaler Gigs (Schweden mit PK 16, Griechenland, etc.) und eine Erweiterung um eine dritte Gitarre (Hallo Christian). Es wurde aufgrund der großen geographischen Entfernungen der Bandmitglieder (Hamburg, Hannover, OWL-Stemwede...) etwas ruhiger, bis 2011 endlich ein neues Album in Angriff genommen werden konnte - "WIR SIND DIE GUTEN!".  


Gedanken zur Musik:
 

Stilistisch ließ und lässt sich Mururoa Attäck nur grob als Hardcore/Punk mit zynischen, deutschen Texten einordnen. Jede weitere Schublade erscheint irgendwie zu eng - aber das sieht vermutlich jeder anders (und das sagt auch jede Band über sich). Spürbar ist: Der 82'er Punk der Anfangstage ist mit der Zeit härter geworden, so dass Mururoa Attäck von Veranstaltern häufig als Hardcorde- oder HC/Punk-Act angekündigt wird. Doch ob die Betitelung nun Deutschpunk, Crustpunk, Punkrock, HC-Punk oder sonstwie lautet spielt keine Rolle - Mururoa bleibt der Abwechslung treu und spielt von kurzen, schnellen Punkbrettern bis hin zu melodischen Midtemposongs mit Trompeteneinsatz alles, was selbst gefällt. Was definitiv keinen Einzug in Mururoa-Songs halten wird, sind: Instrumenten-Gefrickel, gähnende Längen und 100-fache Wiederholungen nervender Hooklines. Weiterhin bleibt der verzweifelte Versuch, nicht in irgenswelchen Emogefilden versanden zu wollen, Wut nicht in stumpfem Parolengegröhle enden lassen zu wollen und Spass nicht durch dämliche Funpunkklischees bedienen zu wollen.


Standpunkt:

Mururoa Attäck ist 110 % DIY, also: Hobby, Einstellung und Idealismus. Niemand verdient an der Band (im Gegenteil, das Ganze kostet viel, viel Geld) und keiner will auf diesem Wege hoch hinaus o.ä. Es gibt viele Sachen, die Mururoa macht, solange es aus Spass an der Sache geschieht. Es gibt genausoviele Dinge, die für Mururoa nicht in Frage kommen. Nicht weniger wichtig ist die klare und konsequente Abgrenzung zum rechten (und rechtsoffenen!) Sumpf.